Heute fand im Schützenhaus für die ersten beiden Mitglieder ein Workshop zum fachgerechten Bau von Bogensehnen statt. Angeleitet wurden die Bogensportler von Markus Steinmeyer. Er hat sich aus eigener Initiative umfangreiche Kenntnisse über die Herstellung von Bogensehnen angeeignet und verfügt über die dafür erforderlichen Vorrichtungen und Werkzeuge.
Beim Sehnenbau müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören insbesondere die Bogenart, die benötigte Sehnenlänge, das Zuggewicht des Bogens sowie das verwendete Sehnengarn. Auf einem speziellen Sehnenbrett werden zunächst mehrere Garnstränge in der passenden Länge gleichmäßig aufgespannt. Die Anzahl der Stränge wird so gewählt, dass die fertige Sehne den auftretenden Belastungen sicher standhält und zum verwendeten Bogen passt.
Anschließend werden die Sehnenenden zu Schlaufen gearbeitet und mit sogenanntem Wickelgarn verstärkt. Auch der mittlere Bereich der Sehne erhält eine Schutzwicklung. Diese Mittelwicklung schützt die Sehne an der Stelle, an der der Pfeil eingenockt wird und die Finger beziehungsweise der Tab beim Schießen anliegen. Danach werden der Nockpunkt gesetzt, die Sehne eingedreht und ihre Länge sowie die Standhöhe am Bogen kontrolliert.
Der Workshop vermittelte den Teilnehmenden nicht nur handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch ein besseres Verständnis dafür, welchen Einfluss eine passend gefertigte Sehne auf Sicherheit, Schussverhalten und Abstimmung des Bogens hat. Da derzeit zwei Vorrichtungen zur Verfügung stehen, erfolgt die praktische Anleitung zunächst in kleinen Gruppen mit jeweils zwei Mitgliedern.
Auf dem Foto ist Emil zu sehen, der an seiner Sehne arbeitet.
