Im September 1958 kamen einige Schützen des Vereins auf Idee, einen Spielmannszug zu gründen. Gesagt, getan. In einer Versammlung am 20. September 1958wurde der Spielmannszug „geboren”. Bereits ein Vierteljahr später, am 17. Januar 1959 konnte der Stabführer Dietrich Schünemann einen ausführlichen Bericht über den neugegründeten Spielmannszug geben. Schwierigkeiten gab es zunächst bei der Beschaffung der Musikinstrumente. Mit einer kleine „Finanzspritze“ von 200 DM vom Schützenverein wurde dann die erste Lyra gekauft.

Premiere hatten die Musiker beim Schützenfest 1959, bei dem sie sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellten. Dies wirkte wie eine kleine Werbetrommel; denn nach einem Jahr zählte der Zug immerhin schon 13 Mitglieder. 1961 wurde die zweite Lyra gekauft und somit die Klangfülle bedeutend erhöht.

Den ersten Auftritt außerhalb des eigenen Ortes erlebten die Musiker 1962 anlässlich der Fahnenweihe des Schützenverein Barme.

Trotzdem ging es nicht immer bergauf. In dieser Zeit und auch später hatte der Zug immer wieder mit Nachwuchssorgen zu „kämpfen”, die jedoch immer wieder überwunden wurden.

Die Einladungen vieler befreundeter Vereine zeigte den Mitgliedern des Spielmannszuges, dass ihr Können und ihr Auftreten überall gern gesehen wurde.

1968 konnten die Musiker ihr 10jähriges Bestehen feiern. Zum 20. Geburtstag kamen schon 25 befreundete Musikvereine, um musikalisch zu gratulieren. Gefeiert wurde auch das 25jährige Bestehen, aber der Schönste wurde der 30. Geburtstag. Rund 1.000 Musiker aus der näheren und weiteren Umgebung fanden sich im Garten des Bahnhofhotels Parrmann ein und lieferten ein brillantes Konzert für die zahlreichen Gäste aus Eystrup und um zu.

 

Der größte Erfolg für die jungen Musiker war der 1. Platz beim Wertungsspiel des Schützenkreises Nienburg 1988.

Die Jahre gingen ins Land und in jedem Jahr wurden rund 30 Auftritte absolviert. Doch dann kam das Jahr 2004. Nach Unstimmigkeiten verließen viele Musiker den Zug und gründeten in Eystrup einen zweiten Spielmannszug. Zurück blieben eine Handvoll aktive die nur das Ziel hatten wie ein Stehaufmännchen wieder einen spielfähigen Zug aus dem Nichts aufzubauen.

Dieses Ziel wurde erreicht. Schon im November, nur 6 Monate nach der Trennung waren wieder 18 Musiker spielfähig und marschierten im damaligen Gasthaus Brinkmann zur Jahreshauptversammlung des Weser-Aller-Wümme Schützenverband ein und spielten dort vor fast 200 Verbandsmitglieder.

Gleichzeitig wurde mit den „Green Diamonds” die erste offizielle Cheerleadergruppe im Landkreis Nienburg gegründet. Diese waren ab sofort immer ganz vorne bei den Auftritten dabei.

Und da gab es eine Menge Highlights, wie zum Beispiel die Teilnahme beim größten Schützenfest der Welt in Hannover, dem Bremer Freimarkt oder dem Germanenwettkampf in Otterndorf Cuxhaven. Aber auch Auftritte bei Vereins- und Stadtfesten füllten den Terminkalender.

2006 wurde die Trompetengruppe geboren. Diese sollte als Bühnenhighlight Abwechslung in das Programm bringen. Leider hatten die Doenhauser mit dieser Idee nicht viel Glück. Nachdem alle ausgebildet waren, gründeten die Trompeter ihren eigenen Verein und legten ihren Vereinssitz nach Bücken. Dieser Weggang war zwar ärgerlich, aber nicht gefährlich für den Zug. Dieser machte nach einer kurzen Verunsicherung selbstsicher weiter und hatte mit dieser Einstellung Erfolg. Immer wieder können die Doenhauser Musiker wie Cheerleader viel Lob mit von ihren Auftritten nach Hause nehmen. Einige Male gab es auch schon die Gelegenheit zu Fernsehauftritten.

Etwas schwierig war es jedoch einen Veranstalter für die große Geburtstagsparty zu finden, die am 20. und 21. September in Eystrup starten soll. Niemand aus der Umgebung wollte sich an dieser musikalischen Veranstaltung beteiligen. Da mussten andere Wege gegangen werden und die waren von Erfolg gekrönt - ein Wildeshauser Geschäftsmann übernahm das Wochenende. Mit vielen Zügen aus der weiteren und näheren Umgebung wurde das 50jährige Jubiläum vor dem Schützenhaus in Eystrup gefeiert. Inzwischen sind 7 Jahren seit dem Jubiläum vergangen, die mit vielen Auftritten gefüllt wurden.